Tuesday, 20 November 2018

Gesunde, saftig süße Kirschen Der Experte pflanzt diagonal

Friday, 18 September 2015 14:24

Ob direkt vom Baum, zu Marmelade eingekocht oder als selbstgebackener Obstkuchen - die fruchtig frische Kirschernte aus dem eigenen Garten ist ein Genuss. Doch leider haben Gartenbesitzer bei Kirschbäumen besonders häufig mit Krankheiten zu kämpfen, die sogar zum Absterben führen können. „Probleme entstehen häufig dadurch, dass Kirschbäume von Natur aus sehr stark wachsen.Versucht man sie durch intensiven Rückschnitt zu bändigen, erreicht man jedoch genau das Gegenteil: ihr Wachstum wird zusätzlich angeregt", erklärt Markus Kobelt, Obstzüchter von Lubera. „Für einen gesunden Kirschbaum ist es wichtig, ihn im Einklang mit seinem natürlichen Wachstum zu erziehen."


Kirschen als Hecke

Auf der Suche nach einer Pflanz- und Schnittmethode, die der Physiologie der Kirschbäume gerecht wird und gleichzeitig leicht umzusetzen ist, schaute sich Kobelt im Erwerbsobstbau um. Hier entdeckte er diagonal gepflanzte Kirschen. „Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, hat sich über Jahre als eine besonders erfolgreiche Art der Pflanzung bewährt und funktioniert auch im Privatgarten." Es handelt sich im Grunde um eine spezielle Spalierpflanzung, die an einer Mauer oder Hauswand gut zur Geltung kommt. Setzt man mehrere Kirschbäume im Abstand von anderthalb bis zwei Metern nebeneinander, entsteht eine fruchttragende Hecke. „Man pflanzt die junge Kirsche im 45 Grad Winkel an einem drei mal drei Meter großen Gerüst. An diesem werden die Seitentriebe waagerecht angebunden", erläutert Kobelt. „Im ersten Jahr wächst die Pflanze kaum - das ist völlig normal. Im zweiten Jahr zeigt sie ihre starke Wuchskraft dafür umso mehr." Der Mittelstamm kann bis zu fünf Meter lang werden. Durch die diagonale Pflanzung kann er sich voll entfalten, ohne dabei zu hoch zu werden. „Würde man den mittleren Trieb zurückschneiden, um ihn in der Höhe zu begrenzen, hätte dies mehr Wachstum an den Seiten zur Folge. Die Äste würden zu stark und man müsste sehr viel schneiden."

Weniger Wachstum, mehr Kirschen

Die diagonal gepflanzten Bäume erfordern nur wenig Rückschnitt. Der Teufelskreislauf aus Schneiden und dem dadurch verursachten starkem Wachstum kann daher gar nicht erst entstehen. „Die Erfahrung zeigt, dass die flach angebundenen Äste nicht zu dick werden und sehr viele Früchte bilden." Kobelt empfiehlt drei Kirschsorten, die sich besonders gut für die diagonale Pflanzung eigenen - die Easytree® Kirschbäume. Sie kommen als einjährige Jungpflanze in die Erde, am besten jetzt im Herbst. Denn das ist die ideale Pflanzzeit für Bäume und Sträucher. Easytree Lapins bildet große, sehr süße Kirschen und kann einzeln gepflanzt werden, da es sich um eine selbstfruchtbare Sorte handelt. Wo Platz für mehrere Kirschbäume ist, kann man Lapins auch mit der fruchtig süßen Kirsche Kordia kombinieren. Die Sorte Regina trägt besonders spät Früchte und verlängert die Kirschernte bis Ende Juli.

Der richtige Schnitt

Nach der Erntezeit ist der ideale Zeitpunkt, um Kirschbäume zu schneiden. Dann haben die Schnittwunden noch genug Zeit, um vor dem Frost abzuheilen. Wer zur richtigen Zeit schneidet, kann damit vielen Krankheiten von Obstgehölzen vorbeugen. Geschnitten werden vor allem Äste, die zu kräftig geworden sind. Kobelt hält sich dabei an die Faustregel, „dass die Seitentriebe nicht breiter als die Hälfte des Stammdurchmessers sein dürfen. Ist der Stamm also etwa vier Zentimeter dick, sollte man Äste, die stärker als zwei Zentimeter sind, entfernen." Stimmt dieses Verhältnis nicht, kann es zu Gummifluss kommen. Beim Rückschnitt sollten die Äste in der Regel nicht direkt am Stamm weggenommen werden, sondern immer ein Stück von etwa 15 bis 20 Zentimetern vom Stamm entfernt. Auf diese Weise entstehen deutlich kleinere Wunden und die Gefahr einer Infektion ist geringer. Außerdem bilden Kirschbäume an den Stummeln neue Triebe. Manchmal stören einzelne Äste allerdings so stark, dass man sie am besten komplett entfernt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Ast dem restlichen Baum das Sonnenlicht nimmt. Kobelt empfiehlt hier, „den Ast abzureißen, da man auf diese Weise auch den Astansatz entfernt. Würde man den Ast abschneiden, könnte der verbliebene Ansatz am Baum absterben und eine Infektion verursachen." Diese und weitere nützliche Tipps rund ums Gärtnern mit Obstgehölzen sind auf www.lubera.com zu finden.

Bildquellenangabe: Lubera

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